Berliner Hütte - Das Ambiente der Pionierzeit des Alpinismus
Die Berliner Hütte mit den Nebengebäuden, umrahmt von zahlreichen Dreitausendern, ragt prunkvoll und mächtig aus der einzigartigen Bergwelt der Zillertaler Alpen. Kaum vorstellbar, wie 1876 das Gebäude mit Hand erbaut wurde. Ein Blick in die Geschichtsbücher verrät, dass die Anfänge eher bescheiden waren. Aus der ursprünglich 10 x 6 Meter kleine Hütte wurde 1912 nach einem großen Umbau das heutige Erscheinungsbild. Am talseitigen Giebel des Logierhauses erinnert die Aufschrift „dem Sturme Trutz, dem Wanderer Schutz“ an das Motto der Einweihungsfeier im Jahr 1885.


Die Empfangshalle im Stil des 20. Jahrhunderts
Der Gast betritt den überwältigenden Raum mit den hohen Wänden, historischen Bildern und einem aufsehenerregenden Treppenaufgang über den Haupteingang. Man wird eher an ein nobles Herrenhaus als an eine Unterkunft für Bergwanderer erinnert. Ein riesiger Kronleuchter aus Holz in der Mitte des Raumes beleuchtet das Treppenhaus. Die heutige Rezeption war im 19. Jahrhundert das Postamt. 1899 bekam die Hütte einen eigenen Telefonanschluss über eine Freileitung. Zu dem gab es auch den Luxus einer hauseigenen Schuhmacherwerkstatt.


Herrschaftlicher Speisesaal
Das Herzstück der Berliner Hütte ist der 5 Meter hohe, holzvertäfelte und mit stattlichen Fenstern ausgestattete Speisesaal. Mit vier großen, hölzernen Kronleuchtern fühlt man sich in das 20. Jahrhundert zurückversetzt und es fällt einem nicht schwer, sich vorzustellen, wie damals die hohe Gesellschaft, aufwendig gekleidet noble Feste gefeiert hat. Detailverliebte Tischlerarbeiten, zahlreiche Fresken an den Wänden und eine alte Wanduhr schaffen eine einzigartige Atmosphäre. Es ist nur schwer unvorstellbar, dass so viel Prunk zu dieser Zeit auf 2.042 Meter Höhe entstanden ist. „An der Einrichtung hat sich, seit die Pioniere da waren, wenig verändert“, weiß der Hüttenwirt Rupert Bürgler zu erzählen.
 

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